Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin gewinnt mit Benoit Ladoux einen weiteren Humboldt-Professor und erweitert das Forschungsspektrum

Wie es Zellen möglich ist, physikalische Veränderungen in ihrer Umgebung wahrzunehmen, diese Informationen zu verarbeiten und entsprechend zu reagieren, ist noch weitgehend unerforscht. Der Physiker Professor Benoit Ladoux erforscht seit Mai mit seiner Gruppe > Gewebe-Mechanobiologie < am Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin, welche Rolle mechanische Zwänge und Kräfte in multizellulären lebenden Organismen spielen. Mit Ladoux gewinnt das MPZPM nicht nur einen weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Biophysik, sondern zählt neben Prof. Franze, Prof. Guck (Sprecher des MPZPM) und Prof. Sandoghdar nun den vierten Humboldt-Professor in den Reihen seines Scientific Boards.

 

Von links nach rechts: Prof. Jochen Guck (Sprecher MPZPM), Prof. Benoit Ladoux (MPZPM), Prof. Kristian Franze (MPZPM), Prof. Vahid Sandoghdar (MPZPM), Prof. Joachim Hornegger (Präsident der FAU) Photo ©: David Ausserhofer

Benoit Ladoux forscht auf dem Gebiet der Mechanobiologie. Zusammen mit seinem Team untersucht er die physikalischen Prinzipien, die die Selbstorganisation von Zell- und Gewebesystemen sowie ihre Anpassung an mechanische Zwänge der Umwelt bestimmen. Er entwickelt neue Technologien, die die Mechanismen im lebenden Objekt nachahmen. Somit kann der Wissenschaftler die physikalischen Eigenschaften, die das Wachstum, die Bewegung, die Invasion und die Umgestaltung von Zellen und Geweben bestimmen, kartieren und manipulieren. Er kombiniert diese physikalischen Informationen mit molekularen Perturbationen und theoretischen Modellen, was ihm ermöglicht, die Prinzipien zu untersuchen, die die Interaktion zwischen chemischen und physikalischen Signalen in lebenden Geweben bestimmen. Am MPZPM findet Ladoux ideale Bedingungen für seine Forschung vor, sowohl was die Ausstattung der hochmodernen Forschungslabors als auch die fruchtbare interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den hier ansässigen Forschungsgruppen betrifft. Die Forschungsansätze von Ladoux versprechen tiefe Einblicke in die Selbstorganisation von Zellen und sind wichtig für die Entwicklungsbiologie und die Krebsforschung. Ziel ist es, seine mechanobiologische Grundlagenforschung zu nutzen, um ungelöste Gesundheitsfragen voranzubringen.

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