Neu etablierter Jochen-Guck-Award würdigt Forschung am MPZPM

Der neu geschaffene Jochen-Guck-Award wurde zum ersten Mal verliehen. Er würdigt Forschungsarbeiten, die Brillouin-Mikroskopie in der Biologie anwenden. Die ersten Preisträger sind Konstantin Hein und Humberto Romero Limon, beide Doktoranden am Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin (MPZPM).

Der Jochen-Guck-Preis würdigt die Forschung von Konstantin Hein und Humberto Romero Limon darüber, wie hochorganisierte Strukturen im Gehirn von Säugetieren über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben. Eine Desorganisation dieser Strukturen wird oft mit Funktionsverlusten bei neurologischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Es ist jedoch noch unklar, wie solche stereotypen Architekturen über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben. Für ihre Forschung untersuchten die beiden Wissenschaftler der Toda-Gruppe ›Neurale Epigenomik‹ am MPZPM diesen Prozess am Beispiel des Hippocampus als Modellsystem – dem Zentrum für Lernen und Gedächtnis.

Im Gehirn von Säugetieren entstehen die meisten Neuronen in frühen Entwicklungsstadien. Sie bilden hochorganisierte Strukturen, deren Erhalt für eine ordnungsgemäße Gehirnfunktion unerlässlich ist. Die Wissenschaftler*innen der Forschungsgruppe ›Neurale Epigenomik‹ von Prof. Tomohisa Toda und der Abteilung ›Physik der Zelle‹ des verstorbenen Prof. Jochen Guck, beide am MPZPM angesiedelt, identifizierten Kernlamine und Kernmechanik als wichtige Faktoren für die Aufrechterhaltung der Gewebeorganisation im erwachsenen Gehirn. Für ihre Forschung kombinierte das Team biophysikalische, molekularbiologische und computergestützte Techniken.

About the Jochen Guck Award

Der Jochen-Guck-Award ist ein neu geschaffener Gedenkpreis zu Ehren von Prof. Jochen Guck und seinen außergewöhnlichen Beiträgen auf dem Gebiet der Brillouin-Mikroskopie, insbesondere der Nutzung und Weiterentwicklung der Brillouin-Mikroskopie für biologische Anwendungen. Jochen Guck, Direktor am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts und Principal Investigator am Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin, leitete die Abteilung ›Physik der Zelle‹. Er verstarb im Oktober 2025 nach langer Krankheit.

Während des 9. International Brillouin Society Meetings 2025 wurde der Preis zum ersten Mal verliehen.

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